Die IFAT 2026 – Ein Rückblick auf vier intensive Messetage
Mit dem Subsurface Viewer© im Gepäck präsentierte sich Niedersachsen Wasser gemeinsam mit dem OOWV und Partnern am VKU-Gemeinschaftsstand auf der IFAT 2026 in München.
Niedersachsen Wasser auf der IFAT in München 2026
Vom 4. bis 7. Mai 2026 wurde München zum internationalen Treffpunkt für Umwelttechnologien: Die IFAT in München brachte als führende Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft 142.000 Besucher aus knapp 160 Ländern und Regionen sowie etwa 3.400 Aussteller zusammen. Mit dabei war auch das Team von Niedersachsen Wasser, das sich an allen vier Messetagen auf dem Gemeinschaftsstand des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) präsentierte. Gemeinsam mit dem OOWV, smart data worx, der iwag und weiteren Partnern stand dort die Zukunft der Wasserwirtschaft im Mittelpunkt.
Die Messetage waren geprägt von intensiven Fachgesprächen und zahlreichen neuen Kontakten. Der Gemeinschaftsstand war während der gesamten Messe ein zentraler Anlaufpunkt für Fachpublikum, Partnerunternehmen und politische Vertreter
Geoinformation macht den Untergrund sichtbar
Ein zentraler Schwerpunkt des Messeauftritts von Niedersachsen Wasser war die Frage, wie geologische Informationen für wasserwirtschaftliche Fragestellungen nutzbar gemacht werden können. Vorgestellt wurde insbesondere der von unseren Spezialisten aus dem Bereich Geoinformation entwickelte Subsurface Viewer©.
Mit dem Subsurface Viewer© lassen sich geologische Untergrundmodelle erstellen und anschaulich visualisieren. Solche Modelle liefern wichtige Erkenntnisse über die geologische Situation im Untergrund und bilden zugleich eine wertvolle Grundlage für weiterführende Strömungsmodellierungen. Die Auswertung der Modelldaten ermöglicht unter anderem Aussagen über das Schutzpotenzial von Deckschichten auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, die Verbreitung von Schadstoffen im Untergrund oder über das Versickerungspotenzial von Böden. Auf dieser Basis können beispielsweise Risikoanalysen für Trinkwassereinzugsgebiete erarbeitet werden.
Wie greifbar Geoinformation sein kann, zeigte Niedersachsen Wasser auf der IFAT auch anhand eines geologischen 3D-Untergrundmodells der Stadt Oldenburg. Das Modell konnte von den Besuchern angefasst, auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt werden. Damit wurde sichtbar, was sich sonst unter der Erdoberfläche verbirgt: der Aufbau des Untergrunds und seine Bedeutung für eine sichere und nachhaltige Wasserbewirtschaftung.
Das LEGO®-Modell als Publikumsmagnet
Als besonderer Blickfang erwies sich das eigens für die IFAT angefertigte LEGO®-Modell. Auf anschauliche und spielerische Weise visualisierte es die vielfältigen Aufgaben des OOWV und seiner Tochterunternehmen – darunter auch die Niedersachsen Wasser – und machte die komplexen Themen der Wasserwirtschaft für Besucherinnen und Besucher greifbar und verständlich.
Auch die große Videoleinwand am Stand trug dazu bei, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Bereits aus der Entfernung war der Gemeinschaftsstand gut sichtbar und zog immer wieder neue Besucher an.

Treffpunkt für Fachpublikum, Politik, internationale Partner und Interessierte
Neben einem breiten Fachpublikum besuchten auch wichtige politische Vertreter den Gemeinschaftsstand, unter anderem auch der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber. Bei seinem Besuch nutzte er die Gelegenheit zum Austausch mit Karsten Specht sowie weiteren Vertretern des VKU.
Auch internationale Gespräche spielten eine wichtige Rolle. So besuchte eine ukrainische Delegation mit Partnern von Miskvodokanal und Chernihivvodokanal den Stand. Der persönliche Austausch zeigte, wie bedeutsam internationale Zusammenarbeit und Wissenstransfer bei Fragen der Wasserver- und Abwasserentsorgung sind.
Neben Fachleuten kamen auch Schüler, Studierende und allgemein interessierte Messebesucher an den Stand. Diese Vielfalt machte deutlich, dass Themen wie Trinkwasserschutz, Hochwasservorsorge, Digitalisierung und nachhaltige Infrastruktur längst weit über den engeren Fachkreis hinaus von Bedeutung sind.
Daten, Hochwasser und die Zukunft der Wasserwirtschaft
Auch die Partner am Gemeinschaftsstand setzten wichtige thematische Impulse. smart data worx zeigte eine Animation zur Visualisierung von Gefahrenkarten bei Hochwasser. Dabei wurde anschaulich dargestellt, welche Bereiche einer Stadt im Hochwasserfall überflutet werden könnten. Digitale Daten und verständliche Visualisierungen können hier einen wichtigen Beitrag leisten, um Risiken besser einzuschätzen und Entscheidungen fundiert vorzubereiten.
Ein weiterer Programmpunkt war der Vortrag von Stephan Bäcker vom OOWV am Donnerstag, 7. Mai 2026. Unter dem Titel „Der wasserwirtschaftliche Datenraum: Wie datenbasierte Entscheidungen die Wasserwirtschaft transformieren“ stellte er vor, wie Sensorik- und Klimadaten mit geologischen Modellen auf einer gemeinsamen Plattform verbunden werden können. Ziel ist es, durch die Nutzung der Daten Risiken früher zu erkennen, Anlagen und Netze effizienter zu steuern und die Wasserwirtschaft in Zeiten des Klimawandels resilienter aufzustellen.
Begegnungen auch außerhalb der Messehallen
Die IFAT in München bot nicht nur während der offiziellen Messezeiten zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch. Auch Veranstaltungen außerhalb des Messegeländes, darunter der Bayerische Abend bereits am ersten Messetag, ermöglichten persönliche Gespräche in entspannter Atmosphäre. Für das Team von Niedersachsen Wasser ergaben sich dabei viele wertvolle Kontakte zu Kollegen, Partnern und weiteren Interessenten.
Eine intensive und erfolgreiche Woche auf der IFAT
Die diesjährige IFAT in München 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig die Herausforderungen und Lösungen der modernen Ressourcen- und Wasserwirtschaft sind. Von Wasseraufbereitung und Abfallwirtschaft über Datenmanagement bis hin zu digitalen Modellen und internationaler Zusammenarbeit bot die Messe zahlreiche Impulse, welche den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ermöglichten.
Für Niedersachsen Wasser bleibt vor allem eines in Erinnerung: eine erfolgreiche Woche mit vielen positiven Eindrücken, hervorragenden Gesprächen und großem Interesse an den vorgestellten Lösungen. Der Subsurface Viewer©, das geologische 3D-Modell der Stadt Oldenburg, die Themen rund um Geoinformation und nicht zuletzt das LEGO®-Modell machten den Stand zu einem gefragten Anlaufpunkt auf der IFAT in der bayrischen Landeshauptstadt.
Der Messeauftritt hat gezeigt, dass Niedersachsen Wasser mit seinen Kompetenzen wichtige Beiträge zu einer zukunftsfähigen Wasserwirtschaft leisten kann – und das fundiert, anschaulich und im engen Austausch mit Partnern, Entscheidern und der Öffentlichkeit.
- Zum Info-Artikel im Vorfeld: „IFAT in München 2026: Das Team von Niedersachsen Wasser ist mit dabei“